Zuckerwatte selber machen – Alle Tipps und Infos!

Klebrig süße Kindheitserinnerung für viele Erwachsene und nach wie vor leckere Nascherei für Jung und Alt – die Zuckerwatte hat schon immer ihren festen Platz auf Jahrmärkten, auf Festen, Kindergeburtstagen und in Freizeitparks. Doch warum immer auf den nächsten Jahrmarkt warten, wenn man Zuckerwatte auch im eigenen Haushalt genauso gut und günstig selber machen kann?

Wo kommt die Zuckerwatte her?

Die Zuckerwatte ist ungefähr im 17. Jahrhundert das erste mal in Rezeptbüchern aufgetaucht. Seit 1897 gibt es die Zuckerwattemaschine, deren Schleuderverfahren auch heute noch bekannt ist und auch verwendet wird. Wirklich bekannt ist sie allerdings erst durch diverse Jahrmärkte geworden, in welchen der gesponnene Zucker an Ständen angeboten wurde – ganz wie in der heutigen Zeit.

So einfach stellen Sie selber Zuckerwatte her

Zuckerwatte selber machen ist nicht schwer und dauert nur ein paar Minuten. Dazu empfehlen wir Ihnen aber eine Zuckerwattemaschine – diese gibt es für den privaten Haushalt ab 20 Euro, für sehr große Zuckerwatten werden Sie aber eine professionelle Zuckerwattemaschine brauchen, die ab etwa 100 Euro zu erstehen ist.

Als Grundzutat wird für Zuckerwatte in Deutschland meist Haushaltszucker oder Isomalt verwendet. In Nordamerika ist Zuckerwatte aus Ahornsirup als gesündere Alternative sehr beliebt – dies haben wir aber nicht mit haushaltüblichen Zuckerwattemaschinen getestet.

Mit einer Zuckerwattemaschine machen Sie Zuckerwatte in 6 einfachen Schritten selbst:

  1. Zuckerwattemaschine vorheizen (ca. 1 Minute)
  2. Zuckerwattemaschine ausschalten, warten bis sich der Kopf nicht mehr dreht. (Vorsicht, heiß!)
  3. Ca. 2-4 Gramm Zucker in die Öffnung am Kopf der Zuckerwattemaschine geben.
  4. Zuckerwattemaschine anschalten.
  5. 1-2 Minuten warten, bis sich die ersten Fäden bilden.
  6. Das Zuckerwatte-Stäbchen gegen den Uhrzeigersinn über der Zuckerwattemaschine drehen

 

Unser Tipp: Achten Sie beim „Auffädeln“ mit dem Zuckerwattestäbchen darauf, erst einen Zuckerwatte-Faden aufzunehmen. Dann drehen Sie das Stäbchen für ein optimales Ergebnis relativ schnell gegen den Uhrzeigersinn direkt über dem sich drehenden Kopf der Zuckerwattemaschine.

So verhindern Sie, dass Zucker in das Heizelement gelangt und verbrennt.

Vier interessante Zuckerwatte-Fakten, die Sie kennen sollten

Wie viel Kalorien hat Zuckerwatte?

Da die Zuckerwatte zu 100% aus Zucker besteht (Stäbchen nicht mit eingerechnet), wird sie viel zu schnell als Kalorienbombe abgestempelt. 100 Gramm Zuckerwatte haben immerhin auch ungefähr 400kcal (1680 kJ). Jedoch hat eine große Zuckerwatte, wie man sie auf dem Jahrmarkt bekommt, meist nicht mehr als 50 Gramm an Zuckerwatte auf dem Stäbchen, also gute 200 Kalorien, die sehr satt machen. Also deutlich besser, als bei einer Tafel Schokolade! Das meiste an einer fluffigen Zuckerwatte ist nämlich eigentlich „Luft“.

Wie färbt man Zuckerwatte?

Der „gesponnene Zucker“ lässt sich in allen möglichen Farben servieren. Dafür gibt es entweder mit Lebensmittelfarbe vorgefärbte Zuckersorten, die sogar in verschiedenen Geschmacksrichtungen im Handel erhältlich sind. Oder aber, Sie färben den Zucker selbst mit Lebensmittelfarbe, bevor Sie ihn in die Zuckerwattemaschine geben. So können Sie die ausgefallensten Kreationen in Form von Zuckerwatte zaubern!

Kann man Zuckerwatte ohne Maschine herstellen?

Viele Süßigkeiten lassen sich auch ohne eigenes Gerät in der Küche zubereiten. So zum Beispiel auch das Popcorn. Bei der Zuckerwatte wird dies allerdings schwierig, denn erhitzt man Zucker in einem Topf und „schleudert“ oder zieht ihn, so entstehen höchstens dicke Fäden, die nicht wirklich nach einer Zuckerwatte aussehen. Eine Zuckerwattemaschine ist nicht teuer und hier ist das Geld also gut investiert.

Zuckerwatte aus Stevia oder „Xucker“ – geht das?

Inzwischen gibt es mannigfältige Auswahl bei den gesunden Zuckerersatzstoffen. Viele schwören auf Stevia, Xucker und andere Ableger. Leider bilden diese Zuckerersatzstoffe keine Fäden und werden in einer Zuckerwattemaschine einfach „herausgeschleudert“. Eine alternative zu Haushaltszucker ist hier also leider nur Isomalt oder Ahornsirup. Jedoch ist die Zuckerwatte eh keine wirkliche Kalorienbombe (siehe oben)!